Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz für den Standort Nördlingen
Nach rund 6 Jahren vorbereitender Arbeit durch das Landratsamt, Mitglieder der Kreisbrandinspektion und der Feuerwehr Nördlingen, konnte Anfang April der neue Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz bei der Firma Ziegler abgenommen und überführt werden.
Erstmals in der Geschichte des Landkreis Donau-Ries wurde ein solches Fahrzeug für den Landkreis angeschafft.
Landrat Stefan Rößle konnte die beiden Vertreter der christlichen Kirchen, Pfarrer Dr. Philipp Beyhl und Stadtpfarrer Benjamin Beck, Oberbürgermeister David Wittner, Kreisbrandrat Heinz Meyr, Stadtbrandinspektor Marco Kurz, Vertreter des Kreistages, der Kreisbrandinspektion , anderer Hilfsorganisationen, sowie die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Nördlingen begrüßen.
Landrat Rößle betonte wie wichtig die im Landkreis vorhandenen dezentralen Strukturen im Bereich der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes sein. Mit dem Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz kommt der Landkreis einer seiner Pflichtaufgaben nach, dem überörtlichen Brandschutz. Diese Pflichtaufgabe war sich der Landkreis immer bewusst, was die zahlreichen Beschaffungen insbesondere in den 24 Jahren seiner Amtszeit (z.B. der Gerätewagen Gefahrgut, Ausrüstungssätze zur Waldbrandbekämpfung, der noch 2026 erwartete Gerätewagen-Logistik Funk, usw.) vor Augen führen. Mit dem Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz wird nun die Gefahrgutkomponente des Landkreises weiter verstärkt, was nach vielen Jahren des europäischen Friedens auch gut ist. Der Landkreis stelle die Technik zur Verfügung, aber an den Feuerwehrleuten von Nördlingen liegt von nun an die Bedienung. Landrat Rößle dankte der Feuerwehr Nördlingen für die Bereitschaft das Fahrzeug von nun an in den Einsatzdienst zu bringen.
Anschließend zeigten Jörg Stumpf und Daniel Uhl, beide aus der Feuerwehr Nördlingen, sowie Daniel Zolda ,vom Landratsamt Donau-Ries, den Weg von der Idee zum fertigen Fahrzeug auf. Ebenfalls stellten die drei das Fahrzeug selbst, die Beladung, den taktischen Wert und die Einsatzbereiche vor.
In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister David Wittner die Stärkung die nicht nur die Stadt Nördlingen sondern das ganze Ries durch die Stationierung des Gerätewagens Atemschutz/Strahlenschutz bei der FF Nördlingen erfährt. Zusammen mit den Fahrzeugen in Harburg und Donauwörth sei der Landkreis nun für ABC-Lagen noch besser aufgestellt. Er dankte auch den 16 Kameraden der Feuerwehr Nördlingen, die sich als Fachgruppe zusammengefunden haben und zukünftig auf dem Gerätewagen Strahlenschutz ausrücken werden.
Kreisbrandrat Heinz Meyr ging bei seinem Grußwort insbesondere auf die Erleichterungen ein, die das Fahrzeug für das Einsatzgeschehen im Landkreis bringen wird. So werden die 24 auf dem Fahrzeug verlasteten Atemschutzgeräte sowohl Nachschub an der Einsatzstelle, als auch Reserve für im Einsatz gewesene Feuerwehren sein. Zudem entwickelt sich die Einsatzstellenhygiene wieder einen Schritt weiter. Aus dem Fahrzeug heraus kann eine gesonderte Waschmöglichkeit und Stiefelwaschmöglichkeit errichtet werden. Zudem wird auch Wechselkleidung für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger vorgehalten. Für den Schutz des Fahrzeugs übergab der Kreisbrandrat eine Christophorus-Medaille an Stadtbrandinspektor Marco Kurz.
Pfarrer Beyhl gab der Festgemeinde als zentrale Botschaft mit, dass es wichtig, dass einem der andere nicht „gleichgültig“ sei. Durch den Dienst am Nächsten, den die Feuerwehrleute tagtäglich verrichten, setzen sie ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit. Das sei wichtig für eine Gesellschaft. Anschließend segneten Pfarrer Dr. Philipp Behyl und Stadtpfarrer Benjamin Beck das neue Einsatzfahrzeug, die Christophorus-Medaille und die anwesenden Einsatzkräfte.
Nach dem offiziellen Teil konnte das neue Fahrzeug besichtigt werden. Zum Abschluss ließ man den Festakt bei Essen, Trinken und guten Gesprächen ausklingen.
Weitere Informationen zum Fahrzeug und der Fachgruppe Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz findet ihr unter den Links auf unserer Homepage.